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In Kommentar am 30.01.12
Einwenig pöbeln schadet nicht - oder doch? Ein kurzer Kommentar zur Causa "Dolly Buster bei Dancing Stars"...
Erst Eins, dann Zwei, dann Drei, dann Vier, dann steht der nächste „Skandal“ vor der Tür – oder besser gesagt, am Tanzparkett! Die Teilnahme der Erotikfilm-Produzentin und ehemaligen Pornodarstellerin Dolly Buster bei der heurigen Ausgabe von „Dancing Stars“ erzürnt so manches Gemüt. Speziell die von Niki Lauda und Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, die es sich nicht nehmen lassen, den „künstlichen Skandal“ selbst zu produzieren! Frei nach dem Motto: wenn trotz (oder gerade wegen?) ehemaligem Pornosternchen niemand mehr einschaltet, müssen eben die altehrwürdigen Anstandsdamen Lauda und Dörfler eine Diskussion um Moral und Benehmen anzetteln. Irgendwer wird schon mitreden! Sex sells halt doch. Und wenn schon von einem skandalösen Vorhaben gesprochen wird, wage ich die Überlegung, ob nicht gezahlt wurde für ein künstlich erzeugtes Gepöbel gegen Dolly Buster. Diese wehrte sich ja wiederum unverblümt und die verbale „Medienschlacht“ galt als eröffnet.
Herr Lauda, auch wenn Sie nichts zu verschenken haben – schenken Sie sich selbst Etwas – und zwar Ihre Meinung zu solch belanglosen Themen. Ihren Ärger öffentlich kundzutun, grenzt viel mehr an Lächerlichkeit, als eine Walzer tanzende Pornodarstellerin! Und Herr Dörfler, dass Quotengeilheit unsere Medienlandschaft bestimmt, ist nichts Neues - auch der ORF muss sich wohl oder übel dem Gesellschaftswandel beugen, um am Ball zu bleiben. Ihr ironischer Vergleich, der scheinbar Ihren hellseherischen Fähigkeiten entsprang, dass die ZIB künftig „oben ohne“ moderiert wird, hinkt stark. Denn im Vergleich zur ZIB gilt die Show „Dancing Stars“ immer noch als Unterhaltungsformat! Es soll Unterhaltung geboten werden? Voilà!
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